Sonntag, 21. Dezember 2014

Die zwölf Sinne des Menschen - Der Eigenbewegungssinn


Goethe: „Die Sinne trügen nicht, aber das Urteil trügt.“
(Sprüche in Prosa)

Dem physische zugeneigte Sinne

Der Eigenbewegungssinn

Fähigkeit uns zu bewegen und wahrzunehmen, dass wir uns bewegen. Es geht um die Fähigkeit, Begegnungen erleben zu können, also darum, das zu erkennen, was wir eigentlich tief innerlich suchen, welches Ziel wir haben.
Der Eigenbewegungssinn hilft uns dabei, unseren Standpunkt im Raum zu finden.
Das dynamische Prinzip (die Fähigkeit uns zu bewegen) wird in der Anthroposophie Astralleib genannt. Pflanzen haben keinen Astralleib, sie können sich nicht bewegen. Atstral bedeutet: das, was mit den Sternen – also auch mit der Sonne – zusammenhängt. Der Astralleib ist die Energiequelle.
Sonnenleib – Astralleib – Sternenleib.
(Astralleib – Dynamik, Bewegung, Energie – Gefühle, Emotionen Gefühlsregungen)
Im Leben gibt es viele Dinge auf die wir treffen und Dinge denen wir begegnen. Das ist ein entscheidender Unterschied, die Begegnungen sind niemals zufällig. Und die einzigen Menschen, denen man wirklich begegnet sind Freunde und Feinde.
Menschen sind Planwesen, unser Leben hat einen Plan. Und nur das, was zu unserem Plan passt, macht wirklich Eindruck auf uns und nur das sind wirkliche Begegnungen.
Das was uns bewegt, was unser verborgener Lebensplan ist, unser Lebensgeist. Unser Lebensplan ist fertig vorhanden, es ist gleichsam um uns herum ausgebreitet, und an uns liegt es, dafür wach zu sein.
Wir haben altes Karma, das wir wiedererkennen! Wir schaffen auch neues Karma, indem wir neue Interessen entwickeln. Dasjenige, was uns zuweht, hängt mit dem eigenen Lebensplan zusammen, während die Dinge, die erst mühsam von Ihnen erobert werden müssen, mindestens genauso sinnvoll für unser zukünftiges Leben sind, sonst wären wir völlig isolierte Wesen
Der Eigenbewegungssinn wird erst nach der Geburt wichtig , vermittelt das Gefühl für das Freiheitserleben im Raum.


frei nach Albert Soesman:
Die zwölf Sinne - Tore der Seele

Samstag, 20. Dezember 2014

Die zwölf Sinne des Menschen - Der Lebenssinn


Goethe: „Die Sinne trügen nicht, aber das Urteil trügt.“ 
(Sprüche in Prosa)

Dem physische zugeneigte Sinne

Der Lebenssinn
Der Lebenssinn ist ein Sinn, mit dem der Mensch stärker verbunden ist, als mit den anderen Sinnen. Gleichzeitig ist er bei den Menschen sehr unterschiedlich stark ausgeprägt. Der Lebenssinn ist das Sinnesorgan, mit dem wir unsere Konsitution wahrnehmen und uns aller Lebensprozesse bewusst werden.
(Konstitution = Ätherleib = Bildekräfteleib)
Den Lebenssinn bemerken wir oft erst, wenn er gestört ist, z.B. in Form von Schmerzen. Ohne Lebenssinn können wir keinen Schmerzen fühlen. Schmerzen sind nichts anderes, als eine extreme Äußerung des Lebenssinn. Wenn wir jeden Schmerz, jedes Leid betäuben wird etwas wichtiges niemals entstehen: Mitleid!
Jeder Mensch hat ein Sinnesorgan, das sich über den ganzen Körper ausbreitet. In der Wissenschaft nennen wir das die sympathischen und die parasympathischen Nerven. Alles ist von ganz kleinen Nerven durchzogen, die den Menschen seine Konstitution wahrnehmen lassen: der Lebenssinn.
Wir merken mit Hilfe dieses Sinneswerkzeuges auch, dass wir Hunger oder Durst haben.
Die Verwöhnung die viele Kinder z.Z. erfahren hemmt die Entwicklung des Lebenssinns. Für die Entwicklung der Kinder ist die Erfahrung der physischen Erschöpfung sehr wichtig. Leider erfahren die meisten Kinder häufig zwei andere (ungesunde) Formen der Erschöpfung: Ermüdung aus Langeweile und Ermüdung durch zu viele Reize (Reizüberflutung). Durch den Versuch vieler Eltern, dem Kind alle „Schmerzen“ zu ersparen, leben die Kinder wie betäubt, in Watte gepackt. So kann sich der Lebenssinn (und auch viele andere Sinne) nur schwer und unzureichend entwickeln. Und die Betäubung der Schmerzen führt zu einer „Betäubungssucht“! Wenn wir als Kind nicht gelernt haben mit Schmerzen umzugehen, sind wir gezwungen, unsere Schmerzen/ unangenehme Gefühle ect. auch weiterhin zu betäuben.
Positiv für die Entwicklung des Lebenssinns sind Volksmärchen! Sie haben ein ausgezeichnetes Gleichgewicht zwischen Freude und Kummer. Das Kind genießt die Märchen noch mit seinen Lebenskräften, mit seiner Konstitution. Und darin muss es ein Gleichgewicht zwischen dem Negativen und dem Positivem geben.
Und genauso, wie es sich abspielt, wenn ein Mensch nicht auf sich selbst aufpasst und, weil er nicht richtig mit seinem Körper umgeht, zugrunde geht, so geht auch der ganze Makrokosmos zugrunde, wenn der Mensch nicht mit etwas mehr Gewissen mit ihm umgeht.
Der Lebenssinn vermittelt ein Gefühl für Harmonie der vegetativen Körpervorgänge und -rhythmen. Vor allem nach der Geburt gewinnt der Lebenssinn an Bedeutung, angeregt durch die rhythmischen Vorgänge von Atmung, Verdauung und Schlaf, usw.



frei nach Albert Soesman
Die zwölf Sinne - Tore der Seele

Freitag, 19. Dezember 2014

Die zwölf Sinne des Menschen - Der Tastsinn


Goethe: „Die Sinne trügen nicht, aber das Urteil trügt.“
(Sprüche in Prosa)

Dem physische zugeneigte Sinne

Der Tastsinn
Um sich vorzustellen, wie der Tastsinn alleine arbeitet, müssen wir uns vorstellen, nur Tastwesen zu sein. Das gleicht in etwa einem nacktem Wurm, der sich in einem dunklen, unbekanntem Raum.
Im normalen Alltag ist der Tastsinn eng verbunden mit dem Temperatursinn und dem Gleichgewichtssinn.
Der Tastsinn zeigt uns unsere Grenzen und die Grenzen der Welt. Wir werden uns unserer Begrenzung bewusst. Durch den Tastsinn entdecken/ ertasten wir die Welt. Wir spüren einen Widerstand, der Widerstand kommt von Außen. Aber es geschieht auch etwas innerhalb der menschlichen Seele, wenn wir an etwas rühren: wir erwachen. Wir wecken einen Menschen via Tastsinn; ein zartes Streicheln genügt!
(Der Wurm ist weiter entwickelt, als die Seeanemone. Die Seeanemone merkt nicht, ob etwas an sie stößt oder ob sie an etwas stößt. In beiden Fällen zieht sich die Seeanemone zurück. Kommt etwas auf den Wurm zu, zieht auch er sich zurück. Stößt der Wurm allerdings an einen Stein, zieht er sich nicht zurück.)
Der Strampelsack, die (weiche aber spürbare) Begrenzung eines Säuglings ist wichtig zur Entwicklung des Tastsinns. Konturlosigkeit hingegen bewirkt Unsicherheit.
Unser Tastsinn ist nicht so gebaut, dass wir aus der Haut fahren. Es sind keine ausgestreckten Nervenfasern. Wenn der Tastsinn so gebaut wäre, würden wir nie eine Grenze erleben. (Tastkörperchen sind in der Lederhaut liegende Nervenfasern – über der Lederhaut liegt noch die Oberhaut)
Wenn wir den Tastsinn nicht hätten, würden wir alle miteinander vollkommen eins sein, wir würden uns wie ein Wassertropfen im Meer auflösen. Das ist wahrscheinlich ein hinreißendes Gefühl, nur würden wir es nicht merken. Denn um zum Bewusstsein zu kommen, sind zwei Dinge nötig.


Durch den Tastsinn wird uns die Trennung vom Kosmos bewusst. Gleichzeitig spüren, erfahren wir den Kosmos durch den Tastsinn. Dadurch verbindet und Trennt uns der Tastsinn, beides gleichzeitig. Novalis: „Berührung ist Trennung und Verbindung zugleich.“
Der Tastsinn ermöglicht es uns, uns unser ganzes Selbst abzutasten. Erst wenn ein Kind anfängt richtig „ich“ zu sagen, sind seine Ärmchen so lang, dass es sich selbst vollständig abtasten kann.
Der Tastsinn ist der große Lehrmeister der Tatsache, dass wir abgesondert sind.
Vermutlich der älteste leibliche Sinn, bereits am Ende der 4. Schwangerschaftswoche funktionsfähig.



frei nach Albert Soesman
Die zwölf Sinne: Tore der Seele

Die zwölf Sinne des Menschen - Einführung



Goethe: „Die Sinne trügen nicht, aber das Urteil trügt.“ 
(Sprüche in Prosa)


Unsere Sinneswerkzeuge sind die Instrumente, mit denen wir der Welt begegnen. Rudolf Steiner zeigt, dass diese Sinnesorgane miteinander eine Ordnung bilden, sie bilden miteinander einen Kosmos. Alle Sinnesorgan bilden miteinander eine prachtvolle Komposition, das Eine ist unauflöslich mit dem Anderen verbunden.

Nach Rudolf Steiner besitzt der Mensch nicht nur (die allen bekannten) 5 Sinne, sondern 12 Sinne. 
Dem niederländischen Arzt Albert Soesman ist es gelungen, die Sinnlehre Steiners anschaulich zu vermitteln.

Die Einteilung der 12 Sinne:

  • physische Sinne:
    Tastsinn
    Lebenssinn
    Eigenbewegungssinn
    Gleichgewichtssinn
  • seelische Sinne:
    Geruchssinn
    Geschmackssinn
    Sehsinn
    Wärme- und Temperatursinn
  • geistige Sinne:
    Hörsinn
    Ichsinn
    Gedankensinn
    Wort- oder Lautsinn


Alle die Lust haben, eine (alte) neue Sichtweise unsere Sinne kennen zu lernen lade ich ein, mir auf eine Entdeckungsreise in die Welt der Sinne und der Seele zu folgen.
Fortsetzung folgt.




frei nach Albert Soesman

Donnerstag, 27. November 2014

Gelassenheit - Mut - Weisheit



"Gott gebe mir die Gelassenheit, 
das hinzunehmen, was ich nicht beeinflussen kann,
den Mut, die Dinge zu ändern, die ich ändern kann.
Und die Weisheit, das Eine vom Anderen unterscheiden zu können."

Reinhold Niebuhr

Montag, 7. Juli 2014

So wie der Mensch denkt, so ist er.


Unsere Denken hat einen großen Einfluss. Unsere Gedanken haben Einfluss darauf, wie wir sind, wie wir uns fühlen und wie sich unser Leben gestaltet. 

Sind unsere Gedanken positiv, ist auch unsere Ausstrahlung positiv und wir ziehen Positives an.
Umgekehrt ist es natürlich genauso: Negative Gedanken, verleihen uns eine negative Ausstrahlung und wir ziehen alles Negative an.

Die Entscheidung liegt bei uns!

Durch bewusste Gedankenkontrolle haben wir buchstäblich die Kontrolle - über uns, unser Befinden und unser Leben.
Je mehr wir uns darin üben, alle positiven, freundlichen Gedanken zu fördern und zu mehren, desto positiver und freundlicher wirkt sich das auf unser Leben aus.